Heute gibt es mal wieder einen Klassiker aus Skandinavien, eine glutenfreie Suksessterte aus Norwegen. Bei einer landesweiten Abstimmung 2024 wurde sie sogar zur zweitbeliebtesten Torte Norwegens gewählt. Hier treffen Mandel-Baiser-Böden auf eine leuchtend gelbe Eier-Butter-Creme. Deshalb nennt man die Torte wahrscheinlich auch Gul Kake (gelber Kuchen), aber auch unter dem Namen Suksesskake oder Sucess Cake kennt man diese Leckerei. Übersetzt bedeutet das Erfolgskuchen und eins kann ich schon mal verraten, hier ist der Name Programm!
Ich habe die Suksessterte zum Geburtstag meines Vaters in kleiner Runde gebacken und mich deshalb für eine Backform mit 20 cm Durchmesser entschieden. Aus Zeitmangel wurde sie schon am Vortag gebacken und über Nacht im Kühlschrank geparkt. Das würde ich immer wieder so machen, denn die Creme hatte eine richtig tolle Konsistenz.
Die Zubereitung
Zuerst mischt ihr gemahlene und gehackte Mandeln mit Puderzucker. Dann schlagt ihr Eiweiß mit einer Prise Salz steif, gebt die Mandeln dazu und hebt sie vorsichtig mit einem Schneebesen oder Teigschaber unter. Nicht unterrühren, sonst werden die Böden trocken!
Den Teig auf zwei Backformen aufteilen und für ca.35 Minuten bei 160°C goldbraun backen. Anschließend abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Creme zubereiten. Dazu Eigelbe mit Zucker und Sahne in einer Schüssel über dem Wasserbad unter ständigem Rühren bei niedriger Stufe erhitzen, bis die ersten Bläschen erscheinen. Dann den Topf vom Herd nehmen. Sobald die Mischung auf Raumtemperatur abgekühlt ist, Butterwürfel (ebenfalls Raumtemperatur) nach und nach unterrühren, bis die Creme glänzt und die Konsistenz dickcremig ist.
Zur Fertigstellung 2/3 der Creme auf einen der Böden streichen. Den zweiten Boden aufsetzen und die restliche Creme darauf verteilen. Nach dem Glattstreichen mit Schokoladenraspeln bestreuen und bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.
Interessantes über den Erfolgskuchen
Eine eindeutige Erklärung für den Namen gibt es übrigens nicht. Die verbereiteste Vermutung ist, dass diese Torte an Festtagen und Feiern immer sehr gut ankam und so einen garantierter Erfolg für den Gastgeber versprach.
Laut Historikern und Kulinarik-Forschern führt der Ursprung der Torte wahrscheinlich auf die schwedische Oskar-II-Torte zurück, benannt nach dem schwedisch-norwegischen König Oskar der II. Im Laufe der Jahre verbreitete sich das Rezept von Schweden nach Norwegen, wo es zum ersten Mal 1967 unter der Bezeichnung Suksesstere in einem Kochbuch erschien.
Mein Fazit zur Suksessterte
Auch beim “Geburtstagskind” und den Gästen kam diese Torte sehr gut an! Sie ist zudem für eine Torte wirklich unkomplziert in der Zubereitung und lässt sich bequem am Vortag zubereiten. Durch die Mandelböden ohne Mehlzugabe ist die Torte glutenfrei. Perfekt, da meine Schwester sich glutenfrei ernähren muss. Kurz: Die Torte war ein voller Erfolg!
Nächster Halt: Norwegen
Die Bloggeraktion „Die kulinarische Weltreise“ machti m Juni eine Stippvisite in Norwegen. Lasst uns doch mal schauen, welche landestypischen Köstlichkeiten die anderen Teilnehmenden so gezaubert haben:
Regina von bistroglobal mit Ofenpfannkuchen nach norwegischer Art
Britta von Brittas Kochbuch mit Blåbærsnurrer med vaniljekrem – Blaubeer-Vanille-Schnecken (Norwegen)
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Waffeln mit Kefir und Kardamom – Vafler med Kefir og Kardemomme und Dicke Lefser mit Zimtbutter – tykklefser med smørkrem
Susanne von magentratzerl mit Sveler – Norwegische Pfannkuchen

Die Aktion läuft noch bis zum Ende des Monats und wird nach Abschluss ergänzt.
Weitere Klassiker aus Skandinavien auf dem Blog
- Julebrød – Weihnachtsbrot aus Norwegen
- Kylmäsavulohipiirakka – finnische Lachs-Quiche
- Schwedische Mandeltorte
- Dänischer Traumkuchen – Drømmekage
- Isländischer Fernsehkuchen – Sjónvarpskaka
Suksessterte aus Norwegen für euer Pinterestboard
Habt ihr den Suksessterte aus Norwegen auch schon gebacken? Dann lasst gerne hier einen Kommentar auf dem Blog, wie er euch geschmeckt hat oder ob und wie ihr ihn abgewandelt habt. Solltet ihr auch auf Instagram unterwegs seid, könnt ihr mir gerne eine DM schicken, mich einfach mit @kuechenmomente markieren oder den Hashtag #kuechenmomente nutzen, falls ihr eure Leckerei postet . Ich freue mich immer sehr darüber, eure (Back)Werke zu sehen!
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