Sfouf – Libanesischer Grießkuchen gehört zu den bekanntesten traditionellen Kuchen des Libanon und steht schon ewig auf meiner Nachbackliste. Deshalb war die Rezeptauswahl für die Blogger-Aktion “Die kulinarische Weltreise”, die sich im Juli mit der libanesischen Landesküche befasst, auch direkt klar. Ich habe mir das Rezept von Maureen Abood ausgesucht, die auf ihrem Blog moderne und klassische libanesische Mittelmeerrezepte vorstellt. Nur die Zutatenmenge habe ich passend für meine Backform umgerechnet.
Dieser goldgelbe Grießkuchen ist in vielen libanesischen Familien ein fester Bestandteil von Festen, Feiertagen und geselligen Nachmittagen bei Tee oder Kaffee. Seine leuchtend gelbe Farbe erhält der Kuchen durch Kurkuma, das ihm nicht nur seine charakteristische Optik, sondern auch eine feine, warme Note verleiht.
Sfouf hat seine Wurzeln in der levantinischen Küche und wird seit Generationen im Libanon, aber auch in Syrien, Jordanien und Teilen Palästinas gebacken. Das Rezept entstand aus einfachen, regional verfügbaren Zutaten wie Grieß, Mehl und Pflanzenöl und galt lange als günstiger Kuchen, der sich auch für größere Familien leicht zubereiten ließ.
Anders als viele europäische Rührkuchen kommt Sfouf ganz ohne Eier aus. Stattdessen sorgen feiner Hartweizengrieß, Mehl, Pflanzenöl und Backpulver für eine lockere und gleichzeitig saftige Konsistenz. Typisch ist außerdem das Einfetten der Backform mit Tahin und die Pinienkerne als Deko.
Souf – Die Zubereitung
Zuerst streicht ihr den Boden der Backform mit Tahin aus. In einer Schüssel mischt ihr Weizengrieß, Mehl, Backpulver, Zucker, Salz, Kurkuma und Anis. Danach gebt ihr Pflanzenöl und Milch dazu. Jetzt verrührt ihr alles nur solange, bis sich alle Zutaten verbunden haben und gebt in Teig in die Backform. Kurz glattstreichen, mit Pinienkernen bestreuen und für ca. 35 Minuten backen. Fertig! Die Zubereitung des Teigs hat bei mir keine 10 Minuten gedauert. Nach der Backzeit den Kuchen aus der Form lösen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
Sfouf wird traditionell in Quadrate oder Rauten geschnitten und zu Tee oder arabischem Kaffee serviert. Er schmeckt am Backtag hervorragend, bleibt aber auch 2–3 Tage in einer luftdichten Dose saftig.
Tipp: Falls ihr feinen Hartweizengrieß (“fine semolina”) bekommt, solltet ihr diesen verwenden. Mit grobem Grieß wird der Kuchen deutlich körniger.
Mein Fazit
Liebe ab dem ersten Bissen! Ich mag die leicht körnige und trotzdem saftige Konsistenz des Kuchen sehr. Kurkuma und die leichte Anis-Note passen super dazu. Noch dazu ist er wirklich ratz-fatz zubereitet und bleibt lange frisch. Sfouf habe ich bestimmt nicht zum letzten Mal gebacken!
Die Küche Tansanias
Kurz gesagt ist sie ein Schmelztiegel der Kulturen und zählt zu den vielfältigsten Ostafrikas. Sie vereint afrikanische Traditionen mit Einflüssen aus Indien, der arabischen Welt und Europa. Besonders entlang der Küste und auf Sansibar spiegeln viele Gerichte die jahrhundertelangen Handelsbeziehungen über den Indischen Ozean wider. Zu den bekanntesten Spezialitäten gehören Ugali (Maisbrei), Pilau-Reis, Chapati, Mandazi (frittierte Hefekrapfen), Mishkaki (gegrillte Fleischspieße) und verschiedene Eintöpfe mit Kokosmilch. Die Küche zeichnet sich durch frische Zutaten, aromatische Gewürze und eine große Gastfreundschaft aus.
Auch wenn Sfouf ursprünglich aus dem Libanon stammt, passt er hervorragend zu den süßen Spezialitäten Ostafrikas. Die historischen Handelsrouten zwischen der arabischen Halbinsel und der ostafrikanischen Küste sorgten über Jahrhunderte dafür, dass Gewürze, Backtraditionen und kulinarische Einflüsse zwischen beiden Regionen ausgetauscht wurden. Sfouf ist praktisch ein Stück Kulturgeschichte auf dem Kuchenteller.
Die kulinarische Weltreise im Libanon
So vielfältig wie die libanesische Küche sind auch die Beiträge der anderen Teilnehmenden der Aktion. Kommt mit und lasst uns die Küche Libanons besser kennenlernen. Hier geht zu den Beiträgen der lieben Blogger -Kolleg*innen:
Britta von Brittas Kochbuch mit Fattoush – Brotsalat (فتوش)aus dem Libanon und Mezzeteller aus dem Libanon
Susanne von magentratzerl mit Shorba Hamrah und Lahm bi jjeen – Libanesische Pizza
Friederike von Fliederbaum mit Warak Enab – gefüllte Weinblätter
Wilma von Pane-Bistecca mit Maghmour – Libanesisches Moussaka, Malfouf Mahshi – Libanesische Kohlrouladen, Shish Barak – Dumplings aus Libanon, Libanesischer Curcuma Reis im TM6 und Libanesisches Zitronen Huehnchen auf Joghurt
Regina von bistroglobal mit Makloubeh
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Libanesische Hähnchenflügel mit Koriander-Pistazien-Pesto und Batata Harra
Die Aktion läuft noch bis Ende des Monats und wird regelmäßig aktualisiert.
Weitere afrikanische Rezepte auf dem Blog
- Jugu Cake – Erdnuss Biscotti aus Tansania
- Hertzoggies aus Südafrika
- Südafrikanische Melktert (Milchtarte)
- Dabo -Honigbrot aus Äthiopien
- Keniaischer Bananenkuchen mit N´Dizi
- Zitronen-Ghriba aus Marokko
Sfouf – Libanesischer Grießkuchen für euer Pinterestboard
Habt ihr Sfouf schon ausprobiert? Dann lasst gerne einen Kommentar hier auf dem Blog, wie er euch geschmeckt oder ob und wie ihr ihn abgewandelt habt. Solltet ihr auch auf Instagram unterwegs seid, könnt ihr mir gerne eine DM schicken, mich einfach mit @kuechenmomente markieren oder den Hashtag #kuechenmomente nutzen, falls ihr eure Leckerei postet . Ich freue mich immer sehr darüber, eure (Back)Werke zu sehen!






