Engadiner Nusstorte

Nusstorte aus der Schweiz

Kuchen, Torten | 6. Januar 2019 | Von

Ich bin ja wirklich mal gespannt, welche Foodtrends uns das Jahr 2019 so bescheren wird. Natürlich bin ich immer neugierig auf etwas Neues, aber mein Herz schlägt definitiv für Klassiker und Familienrezepte. Deshalb wird es auch im neuen Jahr einen bunten Mix aus Traditionellem und Neuentdeckungen geben. So ist zumindest der Plan….

Engadiner Nusstorte

Mein erstes Kuchenrezept in diesem Jahr gehört eindeutig in die Kategorie Klassiker. Die Engadiner oder auch Bünder Nusstorte kommt ursprünglich aus der Schweiz und wird dort schon seit über 100 Jahren gebacken. Allerdings wird das Original ausschließlich mit Walnüssen gefüllt. Da ich aber noch so viele Pekannüsse übrig hatte, habe ich einfach für die Füllung beide Arten von Nüssen verwendet. Auch die Schicht aus Johannisbeer-Gelee ist nicht typisch, deshalb heißt das Rezept ja auch nicht ORIGINAL Engadiner Torte 😉 . Genau wie bei der Linzer Torte handelt es sich hier übrigens eher um einen Kuchen, nicht um eine Torte mit Cremes und Gedöns.

Bündner Nusstorte

Die Zubereitung ist, wie so oft bei Klassikern, unkompliziert. Zuerst wird ein Mürbeteig zubereitet, in Frischhaltefolie gewickelt und für eine Stunde im Kühlschrank geparkt. Das kennen wir ja alle noch von den Weihnachtsplätzchen 🙂 . Inzwischen könnt ihr die Nüsse hacken und die Füllung zubereiten. Dazu wird Zucker zuerst karamellisiert und mit Sahne aufgekocht. Dann werden die Nüsse und Honig untergerührt. Auch Eiweiß kommt noch dazu, aber erst wenn die Masse abgekühlt ist.

Mürbeteig und Nussfüllung

Nach der Kühlzeit teilt ihr den Teig. Aus der einen Hälfte wird der Teig kreisförmig ausgerollt und als Boden in eine Springform gelegt. Vom restliche Teig nehmt ihr ungefähr 1/3 ab. Daraus formt ihr eine lange Rolle, die als Rand von innen an die Backform gelegt und angedrückt wird. Den Boden erst mit Johannisbeer-Gelee bestreichen bevor die Nuss-Sahne-Füllung gleichmäßig darauf verteilt wird. Nun noch den restlichen Teig wieder kreisrund ausrollen und als Abschluss über Füllung und Rand legen.

Zubereitung Nusstorte Engadiner Art

Bevor der Kuchen – sorry die Torte – für 45 Minuten in den Backofen wandert, die Oberfläche einschneiden oder mit der Gabel einstechen und mit einer Eigelb-Milch-Mischung einstreichen.

Wer mag kann für die Deko etwas Schokolade schmelzen und einige Nüsse zur Hälfte darin eintauchen. Ist aber wie so oft rein für die Optik und kein Muss.

Natürlich kann man den abgekühlten Kuchen direkt servieren, besser schmeckt er aber, wenn er mindestens eine Nacht durchgezogen ist. Das Beste (neben dem Geschmack natürlich), dieser Kuchen (diese Torte) bleibt irre lange frisch und schmeckt auch nach Tagen noch superlecker. Optimal also, wenn man einen leckeren Kuchen sucht, den man schon Tage vorher zubereiten möchte.

Anschnitt Bündner Nusstorte

Als Fan von Nusskuchen/Nusstorten hat dieser Kuchen (diese Torte?) mir wirklich fantastisch geschmeckt, auch meine Herren waren mehr als überzeugt. Kein Wunder, dass die Engadiner Nusstorte seit Jahrzehnten auch außerhalb der Schweiz so beliebt ist.

Weitere Nusstorten/Nusskuchen auf dem Blog:

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Am Mittwoch gibt es übrigens noch ein Rezept aus der Schweiz – lasst euch überraschen 😉 .

unterschrift

 

 

Engadiner Nusstorte
Bleibt sehr lange frisch und lecker! Kuchenklassiker aus der Schweiz.
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Cook Time
45 min
Cook Time
45 min
ZUTATEN
Für den Teig
  1. 200 g kalte Butter
  2. 300 g Mehl
  3. 1 gestrichener TL Backpulver
  4. 1 Prise Salz
  5. 100 g Zucker
  6. 1 Eigelb
Für die Füllung
  1. 3-4 EL Johannisbeer-Gelee
  2. 150 g Walnusskerne
  3. 150 g Pekannusskerne
  4. 200 g Zucker
  5. 200 g Sahne
  6. 2 EL flüssiger Honig
  7. 1 Eiweiß
Ausserdem
  1. 1 Eigelb
  2. 1 TL Milch
  3. Einige Walnuss- und/oder Pekannusskerne
  4. 50 g Zartbitterschokolade
ZUBEREITUNG
  1. Alle Zutaten für den Teig bis auf die Butter in eine Schüssel geben. Die Butter in kleine Würfel schneiden, dazugeben und einem glatten Teig verkneten. Ich benutze dazu erst die Küchenmaschine, knete dann aber mit der Hand weiter. Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
  2. In der Zwischenzeit die Nüsse grob hacken und beiseitestellen.
  3. Für die Füllung Zucker in einem Topf karamellisieren lassen. Zuerst die Sahne dann die gehackten Nüsse dazugeben, verrühren und kurz aufkochen lassen. Den Honig unterrühren und die Masse etwas abkühlen lassen. Erst dann das Eiweiß unterrühren.
  4. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  5. Den Boden einer 24er-Springform mit Backpapier belegen, den Rand der Form einfetten (alternativ Boden und Rand einfetten).
  6. Nach der Kühlzeit die Hälfte vom Teig rund ausrollen (24 cm ø) und den Boden der Backform damit belegen. Vom restlichen Teig ca. 1/3 für den Rand verwenden, dazu den Teig zu einer langen Rolle formen, in die Form legen und mit der Hand an den Rand drücken. Mit der Gabel einige Male den Teig am Boden einstechen.
  7. Das Johannisbeer-Gelee kurz erwärmen, glattrühren und auf dem Teig verstreichen, den Rand dabei aussparen.
  8. Die Nuss-Sahne-Füllung in die Form geben und gleichmäßig verteilen.
  9. Den restlichen Teig wieder zu einem Kreis ausrollen (24 cm ø), über Füllung und Teigrand legen und rundherum etwas andrücken. Wieder mit der Gabel einige Mal die Teigdecke einstechen oder sternförmig mit dem Messer einschneiden.
  10. Eigelb und Milch verquirlen und die Teigdecke gleichmäßig damit einpinseln.
  11. Backzeit in der Ofenmitte ca. 45 Minuten.
  12. Anschließend aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
  13. Für die Deko die Schokolade hacken und schmelzen. Nach Wunsch Walnuss- und/oder Pekanusskerne zur Hälfte in die Schokolade tauchen und dekorativ auf der Torte verteilen
NOTIZEN
  1. Bei der Original Engadiner Nusstorte werden ausschließlich Walnüsse verwendet.
Küchenmomente https://www.kuechenmomente.de/
Engadiner Nusstorte Pinterestpost

 

Kommentare

  1. Leave a Reply

    Sarah
    6. Januar 2019

    Hallo,
    ich liebe diese „Torte“ (eben weil ohne Sahne) und will sie auch schon seit Jahren selber machen. Dein Rezept speichere ich mir gleich ab.
    Danke für den Klassiker. Ich finde es auch immer interessant zu sehen, was gerade „in“ ist, bin aber bei Trends ja generell skeptisch, bei Essen aber noch ausprobierfreudiger als bei anderen Dingen. Gruss,
    Sarah

    • Leave a Reply

      Tina
      11. Januar 2019

      Hallo Sarah,
      da geht es dir so wie mir. Klassiker sind ja nur zu Klassikern geworden, weil sie über Jahrzehnte weitergegeben wurden. Und das wäre bestimmt nicht passiert, wenn das Rezept nix taugt 😉 .
      Mein Motto: Offen für Neues, aber nicht zwangsläufig jeden Trend mitmachen….
      Liebe Grüße aus dem nasskalten Münsterland

      Tina

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