Pardulas sind kleine sardische Ricottaküchlein. Typisch für die Füllung sind Ricotta, Safran, Zitrusabrieb und Hartweizengrieß. Traditionell wird häufig Schafsricotta verwendet. Ich habe Ricotta aus Kuhmilch genommen, das hat auch super funktioniert. Die kleinen Küchlein werden von Hand geformt. Der Teig wird rund ausgestochen, die Ricottamasse kommt in die Mitte und anschließend wird der Rand rundherum nach oben gezupft. So entsteht die typische sternförmige Optik. Sieht kompliziert aus? Ist es aber gar nicht.
Interessante Infos zu Pardulas
Sie werden auf Sardinien traditionell zur Osterzeit oder allgemein zu feierlichen Anlässen gebacken. Pardulas kennt man auf gesamten Insel, wobei es je nach Region unterschiedliche Varianten gibt. Sardinien hat kulinarisch einiges zu bieten, das sich von der italienischen Küche auf dem Festland unterscheidet. Hartweizen, Pecorino, Schafsmilchprodukte und Safran spielen auf der Insel eine wichtige Rolle. Auch bei Pardulas zeigt sich diese Verbindung. Ich habe sie einfach nur mit Puderzucker, okay reichlich Puderzucker, bestreut. Auf Sardinien findet man allerdings auch Varianten mit Zuckerglasur und Dekoration.
Die Zubereitung
Ricotta über Nacht abtropfen lassen. Am nächsten Tag alle Zutaten für den Teig verkneten und für 30 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung Ricotta, Zucker, Eigelb, Hartweizengrieß, Abrieb von je einer Zitrone und Orange sowie Safran verrühren. Die Füllung für 20-30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig portionsweise dünn ausrollen und mit einem Glas oder Ausstecher Kreise ausstechen. Je 1 EL Füllung mittig auf die Kreise setzen. Pro Kreis 8 Zacken formen, dazu mit den Fingern 4 x an den gegenüberliegenden Seiten den Teigrand zusammendrücken.
Anschließend die Überfläche der Füllung und die Teigränder mit Eistreiche einpinseln und bei 150°C Ober-/Unterhitze für ca. 40 Minuten backen. Danach abkühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.
Meine Tipps für die Zubereitung
- Ricotta gut abtropfen lassen, damit die Füllung nicht zu weich wird.
- Teig dünn ausrollen, so bleibt der Teigrand zart und die Füllung steht im Mittelpunkt.
- Beim Formen nicht perfektionistisch sein! Die kleinen Spitzen dürfen ruhig unterschiedlich aussehen. Genau das macht handgemachte Pardulas aus.
- Nicht zu dunkel backen, sobald die Teigspitzen leicht goldgelb sind, sind sie in der Regel fertig.
Mein Fazit
Eine überschaubare Zutatenliste, ein bisschen unkomplizierte Handarbeit und ein tolles Ergebnis, so mag ich das! Dazu sehen Pardulas auf dem Kuchenteller einfach schön aus, besonders weil jedes ein bisschen anders geworden ist.
Die kleinen Ricottaküchlein sind außen leicht mürbe und innen weich und saftig. Der Ricotta macht die Füllung angenehm cremig, während Safran für sein typisches Aroma und die goldgelbe Farbe sorgt. Dazu kommen fein abgeriebene Zitronen- und Orangenschale. Dadurch schmecken die Pardulas trotz der Süße schön frisch.
So isst Italien!
Pardulas lassen sich prima aus der Hand essen #fingerfood und deshalb passen sie super aufs virtuelle Geburtstagsbuffet von zorra ( 1 x Umrühren bitte aka Kochtopf) . Sie feiert ihren 22.! Bloggeburtstag mit einem Blogevent unter dem Motto So ist Italien. Liebe Zora, herzlichen Glückwunsch zu diesem außergewöhnlichen Feiertag! Dein Kochtopf gehört seit Jahren zu meinen absoluten Lieblingsblogs und ich freue mich auf weitere viele gemeinsame (Blogger)Jahre mit dir. Tanti auguri ♥!
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Pardulas für euer Pinterestboard
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