Kulchatoyar sind Mini-Brote aus Usbekistan und meine Wahl zum heutigen World Bread Day. Ich finde, dieses einfache Brot passt richtig gut zu diesem besonderen Food-Feiertag. Denn Brot gehört in vielen Ländern, wie zum Beispiel auch in Usbekistan, zur Esskultur und zum täglichen Leben, muss also nicht immer aufwendig und kompliziert sein. Gefunden habe ich das Rezept eher zufällig bei der Recherche nach usbekischen Rezepten für die Aktion “Die kulinarische Weltreise” und war sofort verliebt in die kleinen Brote.
Usbekische Kulchatoyar
In der letzten Woche gab es für “Die kulinarische Weltreise” mit den usbekischen Quarkkeksen Tvorogli Pechenye etwas Süßes. Wie schon das Rezept der Kekse stammt auch dieses Rezept ursprünglich von Malika Sharipova und wurde 2012 auf ihrem Blog The Art of Uzbek Cuisine veröffentlicht. Sie erinnert sich darin an die kleinen Kulcha-Brote, die ihre Mutter häufig für sie als Pausenbrote für die Schule gebacken hat.
In Usbekistan nennt man Kulcha oder Kulchatoylar eine kleinere Variante des usbekischen Fladenbrotes Non. Oft werden sie kunstvoll mit Brotstempeln verziert und im traditionellen Tandyr-Lehmofen gebacken. Da ich weder Brotstempel noch einen Lehmofen habe, gibt es hier die in unserer Region alltagstaugliche Variante von Malikas Mama.
Wozu isst man Kulchatoyar?
Die Mini-Brote sind vielseitig. Sie passen zum Frühstück oder als Beilage zu herzhaften Speisen. Wegen ihrer handlichen Größe sind sie als Pausenbrot für Kinder oder als schneller Snack für zwischendurch sehr beliebt. Sie sind also echte Allrounder und schmecken sowohl mit süßem als auch mit herzhaftem Belag.
Die Zubereitung
Für den Teig erwärmt ihr Milch und lasst Butter darin schmelzen. Danach fügt ihr Hefe, Zucker und Salz dazu. Das Mehl knetet ihr nach und nach unter, bis er geschmeidig ist und nicht mehr klebt. Den Teig lasst ihr abgedeckt für ca. eine Stunde ruhen. Jetzt teilt ihr den Teig in gleichschwere Stücke und formt Kugeln daraus, die ihr flach drückt. Mit einem Glas drückt ihr eine Mulde in die Mitte der Teiglinge und lasst sie noch einmal 30 Minuten ruhen.
Vor dem Backen bestreicht ihr die Mini-Brote mit verquirltem Ei und füllt die Mulde mit Sesam und/oder Mohn. Wer mag, schneidet die Ränder noch ein. Nach 20-25 Backzeit sind die kleinen Brote dann goldbraun gebacken und dürfen anschließend abkühlen.
Und so sehen sie dann von innen aus. Sehr feinporig und locker. Ein kleiner Nachtrag noch zum Original-Rezept. Dort findet sich keine Mengenangabe für das Mehl, sondern Malika gibt es immer “nach Gefühl” dazu, bis der Teig die richtige Konsistenz hat. Für euch habe ich aber natürlich meine verwendete Mehlmenge aufgeschrieben.
World Bread Day
Eines der ältesten und wichtigsten Nahrungsmittel wird auch in diesem Jahr weltweit von vielen Brotfans am 16. Oktober mit einem eigenen Food-Feiertag, dem World Bread Day oder auch kurz #wbd, gefeiert. Bereits zum 21. Mal lädt zorra von 1xUMRÜHREN BITTE aka Kochtopf zu diesem Anlass Blogger*innen im In- und Ausland ein, heute ihre liebsten Brotrezepte zu veröffentlichen. Weitere Infos zum World Bread Day 2026 und findet ihr übrigens hier. Ich bin heute bereits zum siebten Mal dabei.
Meine bisherigen Beiträge zum World Bread Day
- Omas Kartoffelbrot zum #wbd2018
- Badisches Landbrot zum #wbd2019
- Vollkorn-Walnuss-Brot zum #wbd2020
- Buttermilchbrot aus dem Topf zum #wbd2021
- Pane di Polenta zum #wbd2023
- Dinkel-Kürbiskernbrot zum #wbd2024
- Walnuss-Topfbrot zum #wbd2025
Kulchatoyar für euer Pinterestboard
Habt ihr das Rezept ausprobiert?
Dann lasst gerne einen Kommentar und eine Sterne-Bewertung da. Das hilft mir und anderen Lesenden sehr. Teilt gerne ein Foto und markiert mich @kuechenmomente oder nutzt #kuechenmomente auf Instagram. Ich freue mich immer total darüber, wenn ich eure (Back)Werke zu sehen bekomme! DANKE!
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