Schokolade macht glücklich. Okay, ganz so einfach ist es wahrscheinlich nicht. Aber ein noch warmer Schokoladenkuchen unter dem sich eine dicke Schokosauce versteckt, zaubert auch euch selbst an einem richtig bescheidenen Tag beim Löffeln ein Lächeln ins Gesicht. Wetten? Mir ging es jedenfalls so, als ich diesen Chocolate Self Saucing Pudding ausprobiert habe. Wobei Pudding hier etwas irreführend ist. Statt Schokopudding aus dem Kochtopf erwartet euch ein warmes Dessert mit einer weichen Kuchenschicht und einer schokoladigen Sauce darunter.
Etwas Australien in der Auflaufform
Woher der Self Saucing Pudding nun wirklich kommt, konnte ich nicht herausfinden. In Australien ist er aber längst ein Klassiker und besonders in der kühleren Jahreszeit ein sehr beliebtes Dessert.
Wer das Rezept ausprobiert, der wird verstehen, warum. Die Zutaten hat man fast immer im Haus, der Teig ist schnell zusammengerührt und eine Sauce muss nicht extra gekocht werden. Die entsteht nämlich ganz von allein im Backofen. Daher der Name Self Saucing Pudding.
In Australien ist das aber kein neuer Trend. Der Begriff Self Saucing Pudding tauchte bereits Mitte des 20. Jahrhunderts in australischen, neuseeländischen und britischen Haushaltskochbüchern auf. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde das Rezept durch die Verbreitung von Backpulver und standardisierten Haushaltsöfen extrem populär. Einen regelrechten Boom erlebte das Gericht in den 1980er- und 1990er-Jahren. Es gibt übrigens auch Varianten mit Karamell oder Früchten, die werde ich auf jeden Fall auch noch ausprobieren.
An mir ist jeder Boom und Trend um den Self Saucing Pudding bisher erfolgreich vorbeigezogen und deshalb bin total happy, dieses Rezept (wenn auch erst Ende 2026) für mich und hoffentlich auch für euch entdeckt zu haben. Besser spät als nie…
Die Zubereitung
Für den Schokoladenteig vermischt ihr ein Ei mit Milch, geschmolzener Butter und Vanille. Anschließend gebt ihr Mehl, Backpulver, braunen Zucker, Salz und Backkakao dazu und verrührt alles kurz. Wer mag, hackt noch Zartbitter-Schokolade und hebt sie unter den Teig. Diesen füllt ihr in eine gefettete Auflaufform und streicht ihn glatt. Jetzt mischt ihr Backkakao mit braunem Zucker und streut die Mischung gleichmäßig auf den Teig.
Nun nur noch langsam kochendes Wasser auf den Teig gießen und die Auflaufform für knapp 30 Minuten in den Ofen schieben.
Erst Kuchen, dann Wasser???
Ich gebe zu, ich war zuerst auch skeptisch. Der Anfang ist noch total unspektakulär. Ein schneller Schokoladenteig kommt in die Auflaufform. Der wird mit der Zucker-Kakao-Mischung bestreut. Danach wird langsam kochendes Wasser darüber gegossen. Hier wird nichts untergerührt oder vermischt. Einfach nur darüber gießen und in den Backofen schieben. Putzig…
Das sieht in diesem Moment nicht danach aus, als würde daraus etwas besonderes Leckeres werden. Doch während des Backens steigt der Kuchen nach oben und bildet eine weiche Schokoladenschicht. Darunter entsteht aus dem braunen Zucker, Kakao und dem Wasser die köstliche Schokosauce.
Info: Ich war hier etwas vorsichtig bei der Menge des Wassers und habe nur 300 ml verwendet. Auf der Rezeptkarte habe ich aber die Wassermenge direkt erhöht. Eure Sauce sollte also nicht ganz so dickflüssig sein.
Happy Food
Also, wenn der Chocolate Self Saucing Pudding nicht perfekt zum aktuellen Blogevent Happy Food von zorra ( 1 x Umrühren bitte aka Kochtopf) und Gastgeberin Simone vom Blog zimtkringel passt, dann weiß ich es auch nicht! Oder was sagt ihr dazu?
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Chocolate Self Saucing Pudding für euer Pinterestboard
Habt ihr das Rezept ausprobiert?
Dann lasst gerne einen Kommentar und eine Sterne-Bewertung da. Das hilft mir und anderen Lesenden sehr. Teilt gerne ein Foto und markiert mich @kuechenmomente oder nutzt #kuechenmomente auf Instagram. Ich freue mich immer total darüber, wenn ich eure (Back)Werke zu sehen bekomme! DANKE!
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