Biove – italienische Brötchen mit knuspriger Kruste und einer lockeren Krume aus der Region Piemont. Gebacken habe ich die Biove am letzten Wochenende, denn zorra ( 1 x Umrühren bitte aka Kochtopf) hat wieder zum gemeinsamen Backen, dem #synchronbacken eingeladen. Vorgabe war dieses Mal das Rezept Bolognesische Biove von stuzzicadenti. Wie immer konnten wir das Rezept etwas abwandeln und wie immer habe ich mich ziemlich genau an das Original gehalten. Wir hatten auch die Wahl zwischen Direktgare (wie im Originalrezept) oder Übernachtgare. Ich habe mich für die Direktgare entschieden, schreibe euch aber die Angaben für eine Übernachtgare auch in die Rezeptkarte.
Was sind Biove?
Die kleinen Weizenbrötchen spielen besonders in der norditalienischen Brotkulur eine Rolle. Die hier vorgestellte Variante stammt aus Bologna in der Emilia-Romagna und wird den bekannten Brotschwestern Margherita und Valeria Simili zugeschrieben. Die Sorelle (Schwestern) Simili waren in Bologna als Bäckerinnen und Kochlehrerinnen bekannt und haben zahlreiche traditionelle Rezepte weitergegeben.
Typisch für die Biove ist nicht eine umfangreiche Zutatenliste sondern die besondere Formgebung. Der relativ feste Hefeteig wird geteilt, als Teigstreifen sehr dünn aus- und anschließend aufgerollt. Vor dem Backen werden sie einmal tief längs eingeschnitten. Beim Backen öffnet sich der Schnitt und es entsteht die typische Form.
Tipps für gute Biove
Den Teig wirklich dünn ausrollen. Ein wichtiger Punkt in diesem Rezept. Erst durch das dünne Ausrollen (1-2 mm) und das anschließende Aufrollen entsteht die typische Struktur.
Nicht zu locker aufrollen. Die Teigstreifen gleichmäßig und relativ kompakt aufrollen, dabei die Enden nicht unnötig spitz zulaufen lassen.
Die Teigstreifen zwischendurch abdecken. Da die Streifen nacheinander verarbeitet werden, bekommen die restlichen Teigstücke sonst schnell eine trockene Oberfläche.
Tief genug einschneiden. Der Schnitt soll beim Backen deutlich aufspringen. Genau dadurch entsteht die typische Biove-Form.
Kann man Schweineschmalz ersetzen? Typisch ist die Zubereitung mit Schweineschmalz. Ihr könnt aber auch Butterschmalz, Butter oder auch Olivenöl verwenden. Geschmack und Konsistenz verändern sich dadurch eventuell ein wenig.
Die Zubereitung
Aus Weizenmehl, Wasser, Salz Zucker, Hefe und bei mir Butterschmalz einen geschmeidigen, relativ festen Hefeteig zubereiten und abgedeckt ruhen lassen. Die Ruhezeit hängt von der Hefemenge ab. Nach der Ruhezeit den Teig in zwei gleichgroße Stücke aufteilen. Ein Stück rechteckig ausrollen.
Das Rechteck in sechs Streifen schneiden. Jeden Streifen sehr dünn ausrollen und anschließend aufrollen. Die Teiglinge auf ein Backblech legen und wieder ruhen lassen. Mit dem anderen Teigstück genauso verfahren.
Anschließend mit einer Teigkarte jeden Teigling längs tief eindrücken bzw. einschneiden. Noch einmal kurz ruhen lassen. Danach mit Wasser besprühen und für ca. 25 Minuten goldbraun backen. Nach dem Backen abkühlen lassen.
Mein Fazit
Die Biove ist mal wieder ein Beispiel dafür, dass gutes Brot bzw. gute Brötchen nur wenige Zutaten brauchen. Die Verarbeitung ist vielleicht etwas aufwendiger und bedarf wahrscheinlich etwas Übung, wenn man Wert auf gleichmäßig aussehende Brötchen legt. Mir hat die Zubereitung richtig Spaß gemacht und ich finde gerade die unterschiedlichen Formen der Brötchen schön. Geschmacklich fand ich sie wirklich spitze! Die knusprige Kruste und die weiche Krume haben mich überzeugt.
Wozu passen Biove – italienische Brötchen mit knuspriger Kruste?
Diese italienischen Brötchen sind echte Allrounder. Sie passen zu:
- Mozzarella, Burrata, sämtlichen gereiften Käsesorten
- Antipasti
- Tomaten und Oliven
- Prosciutto und anderen (italienischen) Wurstwaren
- Olivenöl und Meersalz
- Suppen und Salaten
Weitere italienische Brot-/Brötchenrezepte
- Pane Stirato
- Pane di Polenta
- Panuozzo napoletano
- Tortano mit mediterraner Füllung
- Italienisches Weißbrot mit Olivenöl
Be unique! Jede Biova ist ein Unikat
Seit ihr neugierig auf die Ergebnisse der anderen Teilnehmenden vom #synchronbacken? Hier ist die Linkliste zu ihren Beiträgen. Reinschauen lohnt sich garantiert!
zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Britta von Backmaedchen 1967
Caroline von Linal’s Backhimmel
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft
Petra von genusswerke
Simone von zimtkringel
Nadja von Little Kitchen and more
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Laura von Aus Lauras Küche
Ilka von Was machst du eigentlich so?!
Tanja von Schlundis
Biove für euer Pinterestboard
Habt ihr das Rezept ausprobiert?
Dann lasst gerne einen Kommentar und eine Sterne-Bewertung da. Das hilft mir und anderen Lesenden sehr. Teilt gerne ein Foto und markiert mich @kuechenmomente oder nutzt #kuechenmomente auf Instagram. Ich freue mich immer total darüber, wenn ich eure (Back)Werke zu sehen bekomme! DANKE!
Herzlichen Dank an zorra für die großartige Rezeptauswahl! Ich freue mich schon auf die nächste Runde…










1 Kommentar
Die sehen auch toll aus, liebe Tina. Ich sehe, du hast auch versucht, durch kreatives Legen alle Brötchen auf einmal zu backen…