Ein Stück Sonne aus Mittelamerika auf dem Kuchenteller! Der Orangen-Gugelhupf aus Costa Rica, oder Queque Seco de Naranja wie man ihn dort nennt, ist ein klassischer, schlichter, aber unglaublich aromatischer Kuchen. Der „Queque Seco“ gehört zu den ältesten und beliebtesten Kuchenarten in Costa Rica. Übersetzt bedeutet der Name schlicht „trockener Kuchen“, was allerdings etwas irreführend ist – gemeint ist vielmehr, dass er ohne Füllung oder Creme auskommt. Trocken (oder “dröge” wie Oma immer zu ungewollt trockenen Kuchen sagte) ist er jedenfalls nicht. Also ist dieses Rezept ein guter Kandidat für meinen Betrag zur Blogger-Aktion “Die kulinarische Weltreise”, die im März einen Stopp in Costa Rica macht.
Orangenkuchen aus Costa Rica – Die Zubereitung
Wichtig ist, die Backform vorher gründlich einzufetten und evtl. mit Mehl auszustäuben. Für den Teig schlagt ihr Butter und Zucker hellcremig auf und gebt anschließend die Eier nacheinander unter Rühren dazu. Jetzt nehmt ihr zwei Schüsseln. In der einen mischt ihr alle feuchten Zutaten (Buttermilch, Orangensaft und Orangenabrieb), in der anderen die trocknen Zutaten (gesiebtes Mehl, Backpulver und Salz). Diese Mischungen gebt ihr jetzt abwechselnd zum Teig und rührt den Teig nach jeder Zugabe kurz glatt. Nun nur noch den Teig die Backform geben und den Kuchen für ca. 50 Minuten backen. Eventuell braucht der Kuchen auch länger, daher unbedingt eine Stäbchenprobe machen! Nach der Backzeit den Kuchen in der Form auskühlen lassen und anschließend aus der Form stürzen.
Für den Guss einfach Puderzucker mit Orangensaft glattrühren und nach Wunsch über den Kuchen geben. Ich hatte noch gehackte Pistazien von den Pistazien-Whoopies übrig und habe sie auf den noch feuchten Guss gestreut. Klassisch wären es gehobelte Mandeln oder kandierte Orangenzesten.
Das Rezept stammt übrigens vom Blog Filled with sunshine und wurde von mir (bis auf die Zuckermenge und die Pistazien als Deko) nicht verändert.
Wenn dir das Leben Orangen schenkt, dann back dir ein Stück Sonne
Die Geschichte des “Queque Seco”
Ursprünglich wurde das Rezept durch europäische Einflüsse, besonders durch den englischen Pound Cake und den spanischen Sandkuchen, in Mittelamerika bekannt. Mit den in Costa Rica reichlich vorhandenen Zitrusfrüchten entstand daraus schnell eine lokale Variante, bei der Orangen und Buttermilch für Frische und Saftigkeit sorgen.
Noch heute gilt der Queque Seco als Klassiker bei Familientreffen, Geburtstagen und Feiertagen. Aber er ist auch im Alltag sehr beliebt, denn er passt hervorragend zur legendären Cafécito, der kleinen Kaffeepause am Nachmittag, die man dort sehr ernst nimmt. In vielen Haushalten wurde das Rezept von Generation zu Generation weitergegeben. Jede Familie hat “ihr” Rezept, genauso läuft es ja auch bei uns mit den Familienrezepten.
Die kulinarische Weltreise – Costa Rica
Neugierig auf die Küche Costa Ricas geworden? Damm schaut gerne bei den anderen Teilnehmenden der Aktion vorbei:
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pan Natillero – Brot mit Natilla (saurer Sahne) und Käse
Die Aktion läuft noch bis Ende März und wird regelmäßig nach Erscheinen der Beiträge ergänzt.
Eine kleine Auswahl weiterer Rezepte mit Orangen auf dem Blog
- Saftiger Orangenkuchen
- Orangentorte mit Schokolade
- Italienischer Polenta Orangen Kuchen upside down
- Orangentarte mit Orange Curd
- Ricotta-Kuchen mit karamellisierten Pinienkernen und Orangen
Orangenkuchen aus Costa Rica für euer Pinterestboard
Habt ihr den saftigen Orangenkuchen aus Costa Rica zufällig schon ausprobiert? Dann lasst gerne einen Kommentar hier auf dem Blog, wie er euch geschmeckt oder ob und wie ihr ihn abgewandelt habt. Solltet ihr auch auf Instagram unterwegs seid, könnt ihr mir gerne eine DM schicken, mich einfach mit @kuechenmomente markieren oder den Hashtag #kuechenmomente nutzen, falls ihr eure Leckerei postet . Ich freue mich immer sehr darüber, eure (Back)Werke zu sehen!





