Topfengolatschen und Rezension „Backen mit Christina“ von Christina Bauer

Topfengolatschen oder Quarktaschen aus Österreich

Grüß Gott, ihr Lieben! Heute wird es österreichisch auf dem Blog. Ich habe diese unfassbar leckeren Topfengolatschen (zu Deutsch Quarktaschen) aus dem Buch Backen mit Christina nachgebacken. Und nachdem ich jetzt schon zwei Rezepte getestet habe, auch gleich eine Rezension zu dem Buch geschrieben. Also, nehmt euch heute etwas mehr Zeit zum Lesen – es lohnt sich…

Wahrscheinlich hätte ich diese Klassiker aus Österreich ohne dieses Buch niemals gebacken, denn obwohl es natürlich auch bei uns Quarktaschen gibt, hatte ich sie überhaupt nicht auf dem Radar. Oft werden sie aus Blätter- oder Plunderteig hergestellt. Für diese Exemplare hier habe ich den süßen Germteig (Hefeteig), ganz nach Rezept, verwendet.

Das Rezept der Topfengolatschen findet ihr am Ende des Beitrages 🙂

Ich habe zwar keine Vergleichsmöglichkeiten, da ich noch keine Topfengolatschen in Österreich gegessen habe, aber wenn die auch nur halb so gut schmecken, wie diese hier, dann habe ich wirklich etwas verpasst! Ok, an der Optik muss ich vielleicht noch etwas feilen, denn eigentlich sollen die Taschen ja geschlossen sein. Wahrscheinlich habe ich die Enden nicht fest genug zusammengedrückt. Aber das tut dem fantastsichen Geschmack überhaupt keinen Abbruch und für den 1. Versuch bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis.

Buch-Rezension:

„Einfache und schnelle Rezepte, die ganz sicher gelingen! “ Das steht vorne auf dem Cover vom gerade erst im Juli erschienenen Backbuch Backen mit Christina von Christina Bauer. Genau solche Rezepte sind mir die allerliebsten. Nun ist einfach und schnell ja relativ, aber tatsächlich sind die Rezepte allesamt auch für Backeinsteiger geeignet.

Der Verlag schreibt:

Brot, Gebäck und süße Köstlichkeiten in Windeseile selber backen
20 Minuten sind genug! Davon ist Christina Bauer überzeugt und zeigt, wie Sie zuhause ganz einfach Brot und Gebäck aus dem Ofen zaubern. Das Geheimnis der Seminarbäuerin aus dem Lungau? Sie hat keines. Und genau darauf kommt es an. Mit wenigen Zutaten, unkompliziert und blitzschnell gelingen bei ihr selbst gemachte Semmeln und knuspriges Bauernbrot fürs Frühstück, pikante Schinken-Käse-Stangerl zur Jause und süßer Nussstollen zum Kaffee.
Easy peasy Rezepte und viele Zeitspartipps
Dafür braucht es weder Vorteige, ein Dampfl oder gar einen besonderen Backofen. Christina Bauer hat Rezepte kreiert, die sich leicht umsetzen lassen. Sie weiß genau, wo sich Zeit sparen lässt, und gibt ihre Tipps und Tricks verständlich weiter. Also: Rasch den Ofen vorheizen und in weniger als einer Stunde frisches Brot und flaumiges Gebäck genießen – die Zutaten haben Sie bestimmt daheim!

Ich habe mir das Buch mal genauer angeschaut:
Es handelt sich um eine gebundene Hardcoverausgabe mit Leinenrücken, wodurch das Buch eine gewisse Wertigkeit bekommt. Insgesamt sieht man: das Buch wurde mit viel Liebe zum Detail zusammengestellt und laut Angabe im Buch auch umweltfreundlich und ressourchenschonend hergestellt. Das Papier stammt aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und für die Druckproduktion wurden nur erneuerbare Energie und reine Pflanzenölfarben verwendet. Das Design und die Farbauswahl ist stimmig –  schlicht und natürlich. Die Fotos von Nadja Hudovernik sind ebenso schlicht, aber wunderschön und genau passend zum Stil des Buches und der Rezepte. Mir gefällt das Buch von der Optik auf jeden Fall ausnehmend gut.

Nach dem 3-seitigen Inhaltsverzeichnis folgt ein persönliches Vorwort von Christina Bauer. Im ersten Kapitel mit dem Namen „Kleines Back-ABC“ gibt es einiges Wissenswerte über Mehlsorten und allgemein zu den verwendeten Zutaten. Besonders praktisch ist, dass die Typenbezeichnung der Mehle für Österreich als auch für Deutschland aufgeführt ist. Ich muss zugeben, mir war gar nicht bewußt, dass es in beiden Ländern unterschiedliche Typenbezeichnungen gibt. Danach folgen noch allgemeine Hinweise zum Backen, Tipps zum Gelingen von Teigen und die wichtgsten Backutensilien, die hier liebevoll „Die wichtigsten Helferlein“ genannt werden. Kurz und bündig bekommen gerade Backanfänger hier noch wertvolle Tipps an die Hand – ich kann diese Kapitel mit den Erklärungen und Tipps nur jedem Leser ans Herz legen.
 
Insgesamt gibt es fünf Kapitel mit Rezepten, die unterteilt sind in Brote, Weckerl, Semmerl und Co., Pikant gefülltes Gebäck und Alles aus einem Teig. Die 50 Rezepte sind kurz und präzise gehalten. Sie beschränken sich auf  Zutaten, Zubereitung (in kurzen, klaren Anweisungen), Backtemperatur, Backzeit und manchmal auch noch Tipps z.B. zur Abwandlung oder zum besseren Gelingen des Rezeptes. Bei 18 Rezepten gibt es sehr hilfreiche, bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Damit kommen auch Backanfänger problemlos klar.
 
 Die Semmerl habe ich übrigens schon vor einiger Zeit ausprobiert und die waren wirklich oberlecker!
 
Im Kapitel Alles aus einem Teig gibt es das Grundrezept für den süßen Germteig (Hefeteig), auf den bei den entsprechenden Rezepten immer verwiesen wird. Mich stört das nicht, im Gegenteil, dadurch wird die Rezeptbeschreibung auf das Wesentliche begrenzt.

Am Ende des Buches gibt es noch ein Alphabetisches Register und ein Glossar, in dem typisch österreichische Begriffe ins Deutsche übersetzt werden (z. B. Fesserl = Zopf, geflochtenes Brötchen, Germ = Hefe, usw.). Sehr symphatisch und für Nordlichter wie mich tatsächlich hilfreich.

Mein Fazit: Definitv mein neues Lieblingsbackbuch, was den Bereich Brot/Brötchen/Hefegebäck anbetrifft! Auch wenn ich nicht wirklich ein Fan vom Brotgewürz bin, welches hier in vielen Brotrezepten verwendet wird. Ob die vom Verlag beschriebenen 20 Minuten Zubereitungszeit bei allen Rezepten realistisch sind, da bin ich mir nicht ganz sicher. Gerade die aufwendigeren Zöpfe sind zumindest bei Backanfängern in der knappen Zeit wahrscheinlich nicht umzusetzen. Nichtsdestotrotz macht das Buch so richtig Lust, den Ofen anzuwerfen und loszubacken. Definitiv ist das Buch auch ein tolles Geschenk für Hobbybäcker und gerade da auch für Backanfänger.

Backen mit Christina von Christina Bauer
144 Seiten, gebunden Ausgabe
Verlag: Löwenzahn Verlag; Auflage: 1., mit über 90 Fotos (1. Juli 2017)
ISBN: 978-3-7066-2628-6
Größe: 20,8 x 2,2 x 25,1 cm
Preis: 24,90 €

Für die Rezension wurde mir vom Verlag ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür! -, den Artikel habe ich jedoch komplett selbst verfasst und die darin befindlichen Aussagen spiegeln allein meine persönliche Meinung wider. Dieser Beitrag enthält einen Affiliate Link zu Amazon Deutschland. Falls ihr das Buch über diesen Link kauft, bekomme ich eine kleine Provision. Mehrkosten fallen nicht für euch an.

So, und hier kommt nun endlich das Rezept:

Topfengolatschen (Rezept Christina Bauer)
Serves 15
Ein Klassiker aus der österreichischen Mehlspeisen-Küche
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Prep Time
20 min
Cook Time
20 min
Prep Time
20 min
Cook Time
20 min
ZUTATEN
  1. 250 ml lauwarme Milch
  2. 1 Ei
  3. 7 g Salz
  4. 100 g Zucker
  5. 625 g Weizenmehl (Dinkelmehl geht auch)
  6. 1 Würfel frische Hefe
  7. 100 g zimmerwarme Butter
Für die Quarkcreme (Topfencreme)
  1. 60 g Zucker
  2. 1 Eigelb
  3. 15 g Maisstärke
  4. 250 g Quark
  5. 1 EL Zitronensaft
Außerdem
  1. 1 Ei zum Bestreichen
ZUBEREITUNG
  1. Für den Hefeteig die Milch mit dem Ei und dem Zucker vermischen.
  2. Das Mehl dazugeben und die Hefe direkt auf das Mehl bröseln.
  3. Nun noch die Butter zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  4. Abgedeckt für eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  5. In der Zwischenzeit die Creme herstellen. Dazu zuerst Zucker, Eigelb und Maisstärke verrühren. Quark und Zitronensaft zugeben und unterrühren.
  6. Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen.
  7. 2 Backbleche mit Backpapier belegen.
  8. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen und in 10 x10 cm große Quadrate schneiden.
  9. In die Mitte jeweils 1 Teelöffel der Creme geben und die jeweils gegenüberliegenden Ecken zusammendrücken.
  10. Das Ei verquirlen und die Teigstücke damit bestreichen.
  11. Für ca. 20 Minuten backen.
Notizen
  1. Zeitangabe ohne Ruhezeit
Küchenmomente https://www.kuechenmomente.de/

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